{"id":175322,"date":"2023-01-11T13:49:30","date_gmt":"2023-01-11T21:49:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cohesity.com\/glossary\/recovery-time-objective-rto\/"},"modified":"2023-01-11T13:51:54","modified_gmt":"2023-01-11T21:51:54","slug":"recovery-time-objective-rto","status":"publish","type":"glossary","link":"https:\/\/www.cohesity.com\/de\/glossary\/recovery-time-objective-rto\/","title":{"rendered":"Recovery Time Objective (RTO)"},"content":{"rendered":"<h2>Was ist ein Recovery Time Objective (RTO)?<\/h2>\n<p>Recovery Time Objective (RTO) bezeichnet die maximal akzeptable Zeitspanne bis zur Wiederherstellung der Funktionsf\u00e4higkeit einer Anwendung, eines Service, von Daten oder anderen digitalen Assets, auf die ein Unternehmen aufgrund eines Ausfalls oder Datenverlusts nicht zugreifen kann. Idealerweise liegt ein RTO nahe bei null. RTO und Recovery Point Objective (RPO) unterscheiden sich dadurch, dass es beim RTO um die Zeit geht: <strong>Wie lange<\/strong> dauert es, bis die Systeme wieder normal funktionieren? Beim RPO geht es eher darum, <strong>wie viele Daten<\/strong> verloren gehen k\u00f6nnen. Das RPO ist der maximal zul\u00e4ssige Datenverlust, den eine Anwendung tolerieren kann, bevor das Unternehmen Schaden erleidet.<\/p>\n<h2><span style=\"font-weight: 400;\">Warum ist das RTO wichtig?<\/span><\/h2>\n<p>Im Zeitalter der digitalen Transformation erwarten Unternehmen\u00a0\u2013 ebenso wie ihre Kunden und Partner\u00a0\u2013 immer verf\u00fcgbare IT-Services und einen IT-Betrieb rund um die Uhr. Zudem m\u00fcssen sie die stetig steigenden Sicherheits- und Compliance-Anforderungen erf\u00fcllen. Doch sich st\u00e4ndig weiterentwickelnde Cyber-Bedrohungen wie <a href=\"https:\/\/www.cohesity.com\/de\/glossary\/ransomware\/\">Ransomware<\/a>-Angriffe erschweren es Unternehmen, ihre aufgabenkritischen Anwendungen zu sch\u00fctzen und vorhersehbar mit minimaler Ausfallzeit <a href=\"https:\/\/www.cohesity.com\/blogs\/no-compromises-recover-your-data-predictably\/\">wiederherzustellen<\/a>.<\/p>\n<p>Unternehmen m\u00fcssen ihre Gesch\u00e4ftsbereiche auf den Ernstfall vorbereiten. Dazu geh\u00f6rt auch die Kenntnis dar\u00fcber, wie lange digitale Assets maximal ausfallen d\u00fcrfen, bevor sie dem Unternehmen Schaden zuf\u00fcgen (Recovery Time Objectives). Doch nicht alle Anwendungen sind gleich, wenn es um die RTO-Zeitspannen geht. IT- und Anwendungsteams sollten die RTOs der f\u00fcr das Unternehmen wichtigsten Assets gemeinsam priorisieren. Au\u00dferdem ist es unerl\u00e4sslich, die RTOs aller einzelnen Anwendungen, Services oder anderer Ressourcen im Auge zu behalten, damit das Unternehmen auch bei einem ungeplanten Ausfall in jedem Fall voll funktionsf\u00e4hig bleibt.<\/p>\n<h2>Was ist der Unterschied zwischen RPO und RTO?<\/h2>\n<p>Das RPO gibt den maximal akzeptablen Datenverlust an, den eine Anwendung tolerieren kann, bevor ein Unternehmen Schaden erleidet. Das RTO definiert die Zeit, die eine Anwendung ausfallen kann, bevor negative Auswirkungen f\u00fcr den Betrieb auftreten.<\/p>\n<h2>Wie sieht das RTO f\u00fcr Ihr Projekt aus?<\/h2>\n<p>Das Recovery Time Objective f\u00fcr Ihr Projekt ist die maximal zul\u00e4ssige Zeitspanne, in der das Projekt nicht erreichbar sein darf, ohne dem Unternehmen zu schaden.<\/p>\n<h2>Beispiele f\u00fcr RPO und RTO<\/h2>\n<p>RTO ist die maximal <strong>zul\u00e4ssige Zeitdauer<\/strong>, bevor ein Unternehmen die Funktion einer Anwendung, eines Service, von Daten oder eines anderen digitalen Assets wiederherstellen muss. Die RTO-Messung erfolgt in Sekunden, Minuten, Stunden oder Tagen. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Datenwiederherstellungspl\u00e4ne eines Unternehmens. In der heutigen digitalen Welt, in der alles immer verf\u00fcgbar ist, muss das RTO sehr kurz sein. F\u00fcr das Transaktionssystem einer Kreditkartenagentur beispielsweise muss es so nahe wie m\u00f6glich bei null liegen, etwa bei zwei oder drei Sekunden. Das bedeutet, dass die IT-Abteilung im Falle eines Systemausfalls nur zwei oder drei Sekunden Zeit hat, um das System wieder online zu bringen.<\/p>\n<p>Das RPO bezieht sich darauf, <strong>wie viele Daten<\/strong> bei einem Vorfall verloren gehen k\u00f6nnten. Es gibt den maximal zul\u00e4ssigen Datenverlust an, den eine Anwendung tolerieren kann, bevor das Unternehmen Schaden erleidet. Seine Messgr\u00f6\u00dfe ist ebenfalls die Zeit, und zwar in diesem Fall die Spanne zwischen der letzten Datensicherung und der St\u00f6rung. Eine Bank zum Beispiel ben\u00f6tigt Backups fast in Echtzeit, damit ihr immer die aktuellsten Daten zur Verf\u00fcgung stehen. Wenn bei einem Ausfall das letzte Backup 10\u00a0Sekunden zur\u00fcckliegt und das RPO f\u00fcr die Anwendung 15\u00a0Sekunden betr\u00e4gt, wurde das RPO eingehalten.<\/p>\n<h2>Welche Rolle spielt RPO bei der Datenwiederherstellung?<\/h2>\n<p>Das RPO ist ein entscheidendes Element bei der Datenwiederherstellung. Es beantwortet eine wichtige Frage: Wie lange dauert es, ein System (eine Anwendung, einen Service oder ein anderes digitales Asset) wiederherzustellen, wenn wir die Menge der bei einem Vorfall verloren gegangenen Daten ber\u00fccksichtigen?<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich bietet das RPO einen realistischen Rahmen f\u00fcr die Planung einer erfolgreichen Daten-Recovery. Damit l\u00e4sst sich die H\u00e4ufigkeit von Backups planen, denn die dazwischenliegenden Zeitr\u00e4ume entsprechen der Datenmenge, die bei einem Ausfall verloren gehen k\u00f6nnten. Healthcare-Unternehmen und Finanzdienstleister k\u00f6nnen sich zum Beispiel grunds\u00e4tzlich keine Datenverluste leisten und messen daher das RPO in Millisekunden. Andere Unternehmen hingegen k\u00f6nnen stunden- oder sogar tagelang auf Daten verzichten, ohne dass sie negative Folgen f\u00fcr ihren Betrieb bef\u00fcrchten m\u00fcssten.<\/p>\n<h2>Wie werden RTO und RPO gemessen?<\/h2>\n<p>Die Messgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr RTO und RPO ist die Zeit: Sekunden (oder Subsekunden), Minuten, Stunden oder sogar Tage. Allerdings messen sie zwei verschiedene Parameter. Das RTO ist die maximale Zeit, die ein System ausfallen kann, ohne dem Unternehmen zu schaden. Das RPO gibt an, wie viele Daten maximal verloren gehen d\u00fcrfen.<\/p>\n<h2>Wie wird das RTO berechnet?<\/h2>\n<p>Beim Berechnen des RTO werden die Grenzwerte f\u00fcr die L\u00e4nge eines Ausfalls ermittelt, der vom Unternehmen noch toleriert werden kann. Um diese Zahl zu bestimmen, m\u00fcssen Sie folgende Fragen beantworten:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Service Level Agreements (SLAs) gelten f\u00fcr die Benutzer des betreffenden Systems (intern und extern)?<\/li>\n<li>Handelt es sich um ein kundenorientiertes System? Wie w\u00fcrde sich ein Ausfall auf das Kundenerlebnis, die Loyalit\u00e4t und die Abwanderung auswirken?<\/li>\n<li>Wie viele Einnahmen gingen verloren, wenn dieses System nicht verf\u00fcgbar w\u00e4re?<\/li>\n<li>W\u00e4ren auch andere Systeme betroffen, wenn dieses System offline w\u00e4re? Wie kritisch sind diese Systeme? Welche SLAs und RTOs gelten f\u00fcr sie?<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Warum sind RPO und RTO wichtig?<\/h2>\n<p>Aufgrund der Anforderungen im heutigen, immer verf\u00fcgbaren Wirtschaftsumfeld sind RPO und RTO wichtige Messgr\u00f6\u00dfen. Sie bieten unter anderem die folgenden Vorteile:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Sie sorgen f\u00fcr eine effektivere Planung von Data und Disaster Recovery (DR)<\/strong>\u00a0\u2013 Im Falle eines ungeplanten Ausfalls m\u00fcssen die Teams wissen, wie hoch der Datenverlust oder wie lang die Ausfallzeit sein darf, die das Unternehmen gerade noch verkraften kann. Die Berechnung von RTO und RPO verschafft Unternehmen praktische Richtlinien zum Formulieren realistischer Daten- und Notfallwiederherstellungsstrategien, die zugleich das Unternehmen sch\u00fctzen.<\/li>\n<li><strong>Sie erm\u00f6glichen die Identifizierung und den Schutz der wichtigsten gesch\u00e4ftskritischen Anwendungen<\/strong>\u00a0\u2013 denn Ihr Gesch\u00e4ft h\u00e4ngt von Anwendungen ab. Einige davon sind so wichtig, dass es ohne sie nicht funktionieren k\u00f6nnte. Diese Anwendungen zu kennen, ist unerl\u00e4sslich. Nur so k\u00f6nnen Sie sie f\u00fcr den Fall eines ungeplanten Ausfalls priorisieren und RTO- und RPO-Zahlen festlegen, die f\u00fcr eine allgemeine Gesch\u00e4ftskontinuit\u00e4t sorgen.<\/li>\n<li><strong>Sie unterst\u00fctzen IT-Personal und Anwendungsbesitzer bei der Definition von SLAs<\/strong>\u00a0\u2013 bevor IT-Organisationen internen und externen Benutzern ein bestimmtes Niveau an Systemverf\u00fcgbarkeit oder -qualit\u00e4t versprechen k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie die RTO- und RPO-Werte berechnen, um sicherzustellen, dass diese realistisch sind. Wenn es der IT-Abteilung gelingt, f\u00fcr k\u00fcrzere RTOs oder RPOs zu sorgen, kann sie bessere SLAs versprechen und Kunden und Mitarbeiter zufriedener stimmen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Sollte RPO kleiner als RTO sein?<\/h2>\n<p>Nein. Das RPO muss nicht kleiner sein als das RTO. Beide Werte sind nicht direkt aneinander gekoppelt. Zwar sind beide f\u00fcr das Einrichten und Managen der Daten- und Notfallwiederherstellung wichtig, aber der eine Wert muss nicht kleiner (oder gr\u00f6\u00dfer) sein als der andere. IT-Teams k\u00f6nnen ein RTO von f\u00fcnf Stunden und ein RPO von 30 Sekunden oder ein RTO von f\u00fcnf Minuten und ein RPO von 24 Stunden festlegen.<\/p>\n<h2>Welche Rolle spielen RPO und RTO bei der Datensicherung?<\/h2>\n<p>RPO und RTO bieten einen realistischen Rahmen, um zu bestimmen, wie h\u00e4ufig das Unternehmen Daten sichern sollte. Tats\u00e4chlich entspricht die Zeit zwischen den Backups der Datenmenge, die das Unternehmen beim Ausfall einer bestimmten Anwendung verlieren kann. Die IT-Abteilung sollte in Zusammenarbeit mit den Gesch\u00e4ftsinhabern die RTOs und RPOs f\u00fcr jede Anwendung, jeden Service oder jedes andere digitale Asset berechnen und Backups planen, die auf diesen Parametern basieren. Beispielsweise messen Healthcare-Unternehmen und Finanzdienstleister ihre RPOs in der Regel in Millisekunden, da sie sich keine Datenverluste leisten k\u00f6nnen. Sie m\u00fcssten ihre Daten daher nahezu kontinuierlich sichern.<\/p>\n<h2>Cohesity und RTO<\/h2>\n<p>Da das heutige Gesch\u00e4ftsleben keinen Stillstand kennt, sind Unternehmen gezwungen, die Recovery Time Objectives ebenso wie die Recovery Point Objectives so weit wie m\u00f6glich gegen null zu reduzieren\u00a0\u2013 idealerweise in Zeitr\u00e4umen von Minuten oder Sekunden und nicht in Stunden oder Tagen.<\/p>\n<p>Trotz umfangreicher Investitionen in \u00e4ltere Produkte f\u00fcr die Notfallwiederherstellung und den Schutz von Daten sind Ausfallzeiten in Unternehmen leider keine Seltenheit. Sie sind h\u00e4ufig mit erheblichen Verlusten in Form von entgangenen Ums\u00e4tzen und Ertr\u00e4gen, mit Strafen f\u00fcr die Nichteinhaltung von Vorschriften und Datenschutzbestimmungen sowie verringerter Produktivit\u00e4t verbunden.<\/p>\n<p>Diese negativen Auswirkungen auf das Gesch\u00e4ft werden durch den Vertrauensverlust bei Kunden und Mitarbeitern noch versch\u00e4rft, wenn der Datenschutzplan nicht eingehalten wird. Bei dem Versuch, RTO und RPO zu reduzieren, setzen zu viele Unternehmen teure, komplexe und individuell konzipierte Produkte ein, die laufend gewartet werden m\u00fcssen, damit die Unternehmen wie gew\u00fcnscht immer verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>Cohesity bietet die einzige konvergente Plattform, die die Komplexit\u00e4t herk\u00f6mmlicher Datensicherungsl\u00f6sungen beseitigt, indem sie die End-to-End-Datensicherungsinfrastruktur vereinheitlicht\u00a0\u2013 einschlie\u00dflich Zielspeicher, Datensicherung, Replikation, Notfallwiederherstellung und Cloud-Tiering.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":51674,"template":"","class_list":["post-175322","glossary","type-glossary","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v23.2 (Yoast SEO v24.5) - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Recovery Time Objective (RTO) | Wie funktioniert das?<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Recovery Time Objective (RTO) bezeichnet die maximale Zeit, die der IT-Abteilung nach einem Ausfall zur Verf\u00fcgung steht, um eine Anwendung oder ein digitales Asset wieder bereitzustellen. 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