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September 16 2026

Cohesity-Studie: Deutsche Unternehmen immer stärker von mehreren schwerwiegenden Cyberangriffen betroffen

Deutsche Firmen weltweit am häufigsten Ziel mehrerer erfolgreicher Cyberangriffe mit schwerwiegenden Folgen / Sicherheitslücken werden nicht konsequent behoben

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SANTA CLARA, Kalifornien, USA – 16. September 2026 – Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der deutschen Unternehmen waren in den vergangenen zwölf Monaten von einem schwerwiegenden Cyberangriff betroffen. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (52 Prozent in Deutschland; 54 Prozent weltweit), wie eine aktuelle Umfrage von Cohesity zeigt. In der Studie wurde eine schwerwiegende Auswirkung so definiert, dass sie messbare finanzielle, rufschädigende, betriebliche und/oder kundenbezogene Folgen für das jeweilige Unternehmen hat. Im Rahmen der Studie hat der Anbieter von KI- und Datensicherheitslösungen 400 Führungskräfte in deutschen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern befragt – weltweit haben 3.200 Führungskräfte an der Studie teilgenommen.

Selbst wenn Systeme erfolgreich wiederhergestellt wurden, war das Problem in vielen Fällen nicht dauerhaft gelöst, wie die Studie belegt. So ist beispielsweise der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die mehrfach von schwerwiegenden Cyberangriffen betroffen waren, im Vergleich zum Vorjahr von 26 Prozent auf 32 Prozent gestiegen. Ein Grund für diesen Trend liegt im riskanten Kompromiss zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit. 75 Prozent der Befragten geben einer möglichst schnellen Wiederherstellung den Vorrang vor der Gewissheit, dass die Systeme sauber und sicher sind.

„Es ist zwar verständlich, dass Unternehmen nach einem Cyberangriff möglichst schnell zum Normalbetrieb zurückkehren wollen, doch diese Priorisierung ist meist kontraproduktiv“, sagt Olivier Savornin, Group VP & GM European Markets bei Cohesity. „Denn meist bleiben ausgenutzte Schwachstellen ungepatcht sowie die wiederhergestellten Systeme von Malware infiziert. So ist der nächste erfolgreiche Angriff nur eine Frage der Zeit.“

Attacken werden immer heftiger

Im Vergleich zum Vorjahr ist nicht nur die Zahl schwerwiegender Angriffe deutlich gestiegen, auch die Auswirkungen dieser Angriffe werden immer gravierender: Bei 66 Prozent der deutschen Unternehmen war das Ausmaß des Vorfalls größer als ursprünglich angenommen. Insgesamt 65 Prozent der Unternehmen verzeichneten zudem eine spürbare Verzögerung bei der Rückkehr zum normalen Geschäftsbetrieb. Dies deutet darauf hin, dass Angriffe immer schwerwiegender werden und Unternehmen die Folgen oft unterschätzen, da sie ihre Prozesse zur Cyber-Resilienz weiterhin wie in der Vergangenheit auf traditionelle Angriffe ausrichten. Allerdings nehmen auch Anzahl und Umfang der Angriffe immer schneller zu, zum Teil aufgrund KI-gestützter Angriffe.

„Die jüngsten Ereignisse wie im Fall von Hugging Face oder dem ersten autonomen Cyberangriff auf ein Regierungsziel in Taiwan zeigen, dass Unternehmen gerade jetzt keine Abstriche bei ihrer Cyber-Resilienz machen dürfen“, ergänzt Olivier Savornin. „Autonome Angreifer können Schwachstellen schneller, in größerer Zahl und über mehrere Kanäle hinweg gleichzeitig ausnutzen. Damit verkürzt sich das Zeitfenster, in dem Unternehmen einen Angriff erkennen, bewerten und begrenzen können. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob ein Angriff verhindert wird, sondern ob die Organisation auch unter diesen Bedingungen handlungsfähig bleibt. Dafür müssen Verantwortliche vorab klären, wie sie während eines Angriffs kommunizieren, Entscheidungen treffen und ihre wichtigsten Abläufe aufrechterhalten. Diese Fähigkeiten müssen regelmäßig unter realistischen Bedingungen erprobt werden.

KI fast überall im Einsatz, aber kaum abgesichert

Gemäß der Studie nutzen bereits fast alle deutschen Unternehmen (99 Prozent) KI-Systeme, KI-Workflows oder Machine-Learning-Modelle. Aber nur 39 Prozent decken Angriffsszenarien auf ihre KI-Systeme umfassend ab. 48 Prozent haben diese Szenarien nur teilweise berücksichtigt, 10 Prozent minimal. Dies belegt, dass in Unternehmen genutzte KI-Systeme ein neues Einfallstor für mögliche Angriffe bieten.

Unternehmen überschätzen ihre Fähigkeiten

Trotz des steigenden Angriffsdrucks und der heftigeren Folgen bleibt das Vertrauen in die eigene Sicherheitsstrategie in Deutschland vergleichsweise hoch. So haben wie im Vorjahr 45 Prozent der Befragten vollständiges Vertrauen in die Cyberresilienz-Strategie ihres Unternehmens, weltweit sind es nur 37 Prozent. Doch dies entspricht nicht ihrer Sicherheitslage, wie eine aktuelle Cohesity-Umfrage unter deutschen CEOs betätigt. Demnach werden hierzulande nur 13 Prozent innerhalb von 5 Minuten über eine Cyberattacke benachrichtigt, in Frankreich sind es 30 Prozent, in Großbritannien 19 Prozent.

Gleichzeitig erwarten 29 Prozent der deutschen CEOs, dass ihr Unternehmen im Falle einer Cyberattacke innerhalb eines Tages wieder voll betriebsfähig ist, 8 Prozent sogar innerhalb einer Stunde. Das gilt bei schlechter Vorbereitung jedoch als unmöglich. Dies deckt eine gefährliche Diskrepanz auf: Deutsche Unternehmen fühlen sich im internationalen Vergleich besser vorbereitet, werden aber häufiger erfolgreich angegriffen.

Minimum Viable Company als Lösung

Damit Systeme nach einem Angriff nicht nur schnell, sondern auch sicher und vertrauenswürdig wiederhergestellt werden, wurde das Konzept der Minimum Viable Company (MVC) entwickelt. Dies ist die kleinste Version eines Unternehmens, die während eines schwerwiegenden Cybervorfalls weiterhin funktionsfähig bleibt. Die entsprechende minimale Grundstruktur aus Mitarbeitenden, Prozessen, Technologien, Dokumentationen, Einrichtungen und Abhängigkeiten von Drittanbietern, ist erforderlich, um den Geschäftsbetrieb unter beeinträchtigten Bedingungen aufrechtzuerhalten.

Derzeit hat nur rund ein Viertel der deutschen Unternehmen (23 Prozent) eine dokumentierte und getestete MVC. Doch davon berichten 96 Prozent, dass sie zumindest einen gewissen Einfluss auf die Wiederherstellung nach einem Cyberangriff besitzt. So hat sich das Konzept in der Praxis bewährt.

Über die Studie 

Der fünfte jährliche Cohesity Global Cyber Resilience Report wurde im Juli 2026 vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von Cohesity durchgeführt. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 3.200 IT- und Sicherheitsverantwortliche befragt. Davon kamen 400 aus Deutschland, die übrigen aus Frankreich, Großbritannien, Australien, Brasilien, Indien, Japan, Singapur, Südkorea, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA.

Die vollständige Studie lässt sich hier heruterladen.


Über Cohesity

Cohesity schützt, sichert und verschafft Einblicke in die Daten der Welt. Als führender Anbieter für KI- und Datensicherheit unterstützt Cohesity Unternehmen dabei, ihre Resilienz zu stärken, die Wiederherstellung zu beschleunigen und IT-Kosten zu senken. Mit Zero-Trust-Sicherheit und fortschrittlicher KI/ML wird Cohesity Data Cloud von Kunden in mehr als 140 Ländern genutzt, darunter zwei Drittel der Global 500. Cohesity wird zudem von Branchenführern wie NVIDIA, Amazon, Google, IBM, Cisco und HPE unterstützt.

Cohesity ist in mehreren Ländern als Great Place to Work zertifiziert. Folgen Sie Cohesity auf LinkedIn und besuchen Sie www.cohesity.com, um mehr zu erfahren.   


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Fink & Fuchs AG

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